Geschichte

Der Arbeitskreis Bundeswehr und Wirtschaft (AkBwW) wurde 1981 von der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken (IHK) und der Vereinigung der Arbeitgeberverbände in Bayern (VAB) Bezirk Mittelfranken gegründet. (heute: Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, vbw).  Erster Vorsitzender war Dipl.-Ing. Rudolf Frank, Generaldirektor Siemens UB Med.  

Für die am 8. Juli 1999 von Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping unterzeichnete Rahmenvereinbarung mit der Wirtschaft und die von ihm initiierte Leitlinie „ Bundeswehr in der Gesellschaft“  stand der AkBwW Pate.

Seit Mai 2002 ist Johannes Jakobs-Woltering Vorsitzender und Generalmajor Reinhard Wolski 2. (militärischer) Vorsitzender des AkBwW. Oberst i. G. Markus Kurczyk vertritt ihn während seiner Auslandsverwendung als Commander, NATO Joint Warfare Centre und wurde dafür durch den Generalinspekteur der Bundeswehr mandatiert. Schatzmeister ist seit Mai 2002 Regierungsrat Siegfried Kilian.

Zu den Hauptaufgaben des ehrenamtlichen Arbeitskreises gehörte in den achtziger Jahren insbesondere die Unterstützung des Meinungsaustauschs zwischen der Bundeswehr, den US-Streitkräften und der heimischen Wirtschaft. Ziel war die Integration der Bundeswehr und ihrer Verbündeten in die Gesellschaft.

Nach dem Fall der Mauer und der folgenden Auflösung der deutschen und amerikanischen Garnisonen Nürnberg, Fürth, Zirndorf, Erlangen, Marktbergel und Heidenheim erweiterte sich der Kreis der betreuten Soldaten und beteiligten Unternehmen sukzessive auf Nordbayern.

In Anerkennung des erfolgreichen Wirkens regte der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil 2008 die Ausweitung des AkBwW auf ganz Bayern an, um damit insbesondere die bayerische Cluster-Politik zu stärken.

Inzwischen hat sich der AkBwW Bayern zu einer anerkannten Institution mit bundesweiter Ausstrahlung entwickelt. Hierbei greifen militärischer Auftrag, zivile Unterstützung und Eigeninitiative in einem Netzwerk der Kooperation ineinander.

Generalleutnant Wolfgang Born (Abteilungsleiter Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten im BMVg) forderte daher im November 2009, das Zusammenwirken aller Beteiligten zu intensivieren und Synergie-Effekte zu nutzen.

Im Dezember 2009 würdigte Oberst Ulrich Kirsch (Bundesvorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes) die ehrenamtliche Tätigkeit des AkBwW Bayern als richtungsweisend.

Im März 2010 unterstrich Generalleutnant Johann-Georg Dora (Stellvertreter des Generalinspekteurs) die besondere Bedeutung des AkBwW Bayern als Mittler zwischen Bundeswehr und Wirtschaft und sicherte seine weitere Unterstützung zu.

Im Juli 2011 feierte der AkBwW unter der Schirmherrschaft von Horst Seehofer (Ministerpräsident des Freistaates Bayern) sein 30-jähriges Bestehen.

Im Mai 2012 würdigte Generalleutnant Bruno Kasdorf (Inspekteur Heer) die staatsbürgerliche Idee und das zielgerichtete Konzept des AkBwW.

Im Mai 2013 dankte General Volker Wieker (Generalinspekteur der Bundeswehr) dem Vorsitzenden des AkBwW für das vorbildliche soziale Engagement zur Integration ausscheidender Zeitsoldaten und die großzügige finanzielle Unterstützung des Soldatenhilfswerks e. V.

Aufgrund der demographischen Entwicklung werden Bundeswehr und Wirtschaft künftig nur im Schulterschluss dem Fachkräftemangel begegnen können.

Das Credo zur Sicherung der Verteidigungsfähigkeit im Bündnis des AkBwW lautet: „Grundlage einer gesunden  Nachwuchsgewinnung ist die erfolgreiche Wiedereingliederung am Ende der Dienstzeit und eine Einplanung als Reservist.“